15. Mai 2017

Gedanken zum Muttertag

Passend zum Muttertag habe ich ein paar Zirbenherz-Polster genäht. Super zum Verschenken (nicht nur zu Muttertag... ;-) )







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Gestern war also Muttertag. Dieser viel umworbene, von vielen zelebrierte, herbeigesehnte, kommerziell vermarkteter Tag.

Ganz ehrlich: Ich liebe den Muttertag!!! ❣❣❣






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Also ich liebe diesen Tag, weil er einfach für die Kinder so besonders ist. Seit sie im Kindergarten waren, haben sie gebastelt, Gedichte gelernt, Blumen gepflückt und den Frühstückstisch hübsch hergerichtet. So wie halt bei euch allen wahrscheinlich auch!?
Das war einfach ihre Möglichkeit einmal Danke zu sagen.
Ich fand das so süß, wie aufgeregt sie immer waren. Mit welcher Überzeugung sie ihr Muttertagsgedicht aufgesagt haben (und mir die ein oder andere Träne über die Wange gekullert ist) und mit welcher Freude sie stolz ihr gebasteltes Geschenk überreicht haben. Sie haben sich einfach so gefreut, mir eine Freude zu machen.
Und das liebe ich so!!!
Da geht es nicht um schnell gekaufte Geschenke vom Papa, sondern um so viel mehr!







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Doch es ändert sich. Die Kinder werden größer und entwachsen leider dieser "selbstbastel Zeit".
Jetzt ist da keine Kindergärtnerin mehr, die mit ihnen liebevoll Geschenke bastelt und Gedichte lernt.
Jetzt sind sie auf sich gestellt.
Und was soll ich sagen: irgendwie war es gestern anders. Irgendwie leerer, irgendetwas hat gefehlt.
Sie waren schon aufgeregt und haben auch ganz lieb den Frühstückstisch gedeckt. (Okay die Teeny-Tochter nicht, die hat verschlafen... ;-) )
Vom Kleinsten hab ich noch eine gebastelte Karte mit Gutschein bekommen, aber das war es dann auch schon.
Darf ich das eigentlich sagen, dass ich ein wenig enttäuscht war? Oder ist das kindisch als Mama und man sollte darüber stehen? Versteht mich nicht falsch: es geht hier nicht um tolle Geschenke, die ich mir erwarte. Nein, es geht einfach ein wenig um die Wertschätzung. Ich hätte einfach gerne gehabt, dass sich die Kids ein wenig Gedanken machen. 
Mein Mittlerer hat am Vortag so entzückend gesagt: "Eigentlich sollte man ja jeden Tag so lieb zur Mama sein- nicht nur am Muttertag!"
Stimmt genau, doch uns allen ist klar, dass das nicht funktioniert. Im normalen Alltag. Deshalb finde ich den Muttertag so nett, da kann man dann einfach einmal der Mama für alles danken!
Aber der Nachteil an so einem Tag ist halt, man kann einfach enttäuscht werden, wenn man sich so viel erwartet.






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Doch in Wirklichkeit weiß ich, dass meine Kinder mich lieben. Immer. Und nicht nur zu Muttertag.

So wie ich meine Kinder liebe. Bedingungslos. Zu jeder Zeit. Auch ohne Muttertasgedicht! 😊

Und das mit der Wertschätzung kommt dann bestimmt noch, wenn sie etwas älter sind. Und dann wünsch ich mir von ihnen zum Muttertag nur mehr eins: Zeit! 
Das ist eigentlich eh das allerschönste Geschenk!!! ❣❣❣

verlinkt bei Create in Austria

2 Kommentare

  1. das sind gute gedanken. ich kann dich sehr verstehn. manchmal denke ich, dass vielleicht einfach meine erwartungen zu hoch sind. aber irgendwie fragt man sich dann schon: habe ich meinen kindern weitergegeben, dass sie sich gedanken machen, dass sie lernen etwas wertzuschätzen? dein mittlerer hat ja schon mal einen guten gedanklichen ansatz indem er feststellt, dass es im prinzip nicht um EINEN tag geht sondern um mehr. aber genauso, wie man sich am geburtstag wünscht, dass sie sich schon im vorfeld gedanken machen und nicht erst am tag selbst, so wünscht sich jede mama das auch zum muttertag. das ist es doch, was zählt. da kommt es nicht drauf an, ob es etwas gekostet hat. sich im vorfeld hinzusetzen und eine liebevolle karte zu schreiben ist doch schon oft viel mehr wert.
    mein muttertag war - im gegensatz zum letzten jahr - eine kleine steigerung. wie gesagt, ich versuche meine erwartungen herunterzuschrauben.
    ich drück dich mal!

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